Herz-Stott-t-tt-tttt-tern

Gerade eben hat Apple seine neuen Produkte vorgestellt. Neben maximal überteuerten Telefonen war die Apple Watch eine der gezeigten Neuerscheinungen aus dem Hause mit Apfel-Logo. Diese Uhr integriert sich ziemlich nahtlos in uns. Ja … in uns. So ist das gemeint. Die Apple Watch wird nämlich zum Wächter der Herzen. Sie hat ein integriertes EKG und erkennt Vorhofflimmern. Völlig unauffällig kann der Patient die smarte Uhr am Handgelenk tragen – keine Schläuche, Kabel, Saugnäpfe oder Umhängetäschchen, wie das bei einem Langzeit-EKG sonst üblich war. Ich warte nur auf die erste BILD-Schlagzeile, wenn die Uhr einem Menschen das Leben gerettet hat weiterlesen

Digital werben, analog kaufen

Google will seine Vormachtstellung im Datenmarkt weiter ausbauen. Sie sind heute schon Nummer Eins, wenn es darum geht, personifizierte Werbung auszuspielen. Noch wichtiger ist aber, dem Werbetreibenden nachzuweisen, dass Google-Werbung effektiv ist. Dann – und nur dann – kann man höhere Preise verlangen und noch mehr Geschäft machen. Das Problem ist altbekannt. Wenn Sie in der Fußgängerzone 1.000 Handzettel verteilen, haben Sie keine Ahnung, wie viele davon tatsächlich zu einem Kauf führen. Gut, manchmal kann man sehen, dass der Kunde den Flyer noch in der Hand hat, aber wirklich belastbar ist das nicht. Kurzum: Die Frage ist, ob es sich weiterlesen

Hoch hinaus

Vor acht Jahren habe ich über den bis dahin ungewöhnlichsten Ort für ein Handynetz geschrieben. Damals hat das private Unternehmen Ncel aus Nepal eine UMTS-Basisstation auf dem Mount Everest in Betrieb genommen. Wie es sich für eine Basisstation gehört, war diese im Basislager des Mount Everest, auf 5.200m Höhe. Über dieses Netz konnte man nun Hilfe holen, wenn jemand verletzt war. Aber auch als reiner Zeitvertreib ist das Netz zu gebrauchen. Lässt der Berg wegen schlechten Wetters zum Beispiel keine Besteigung zu, dann kann man mit Freunden und Verwandten Videotelefonate führen. Damals dachte ich, dass das Dach der Welt so weiterlesen

Teures Miststück

Es gibt Strafen für Straftaten jeglicher Art. Das kann eine Gefängnisstrafe bei Mord sein. Oder eine Geldstrafe bei Sachbeschädigung oder Beleidigung. In Bezug auf den Straßenverkehr kann man zum Beispiel auf einigen Webseiten nachlesen, wieviel die ein oder andere Beleidigung kostet. Jemanden als „Arschloch“ zu betiteln kostet etwa 1.000€. Das ist ein ganzer Haufen Geld, aber wenn ich so zurückdenke an den ein oder anderen, dem ich auf der Straße begegnet bin … durchaus gut angelegt. Deutlich teurer kommt einen die „Schlampe“ mit 1.900€. Noch teurer – und das kann ich nicht verstehen – das „Miststück“. Das kostet schlappe 2.500€, weiterlesen

Vertrauenswürdige Zentrale

Über das heutige Thema wollte ich eigentlich schon im Februar schreiben. Im Februar 2017 wohlgemerkt. Es hat sich nur nie ergeben und daher mache ich das jetzt. Und zwar deshalb, weil es rückblickend auf die letzten Monate fast noch absurder wirkt, als es das schon im Februar 2017 war. Eine der größten Sicherheitslücken überhaupt sind wir Menschen. Wir haben schwache Passwörter, speichern die im Browser oder oder oder. Aber es geht noch schlimmer. Eine recht oft vergessene „Lücke im System“ ist nur wegen uns und mit voller Absicht in nahezu jedes Internet-Portal eingebaut worden. Die „Passwort vergessen“ Funktion nämlich. Das weiterlesen

Des Kaisers neue Zeiten

Wenn Sie mal in Tokio sein sollten, dann wird ihnen auffallen, dass alles sehr sauber ist und es extrem geordnet zugeht. Auf den Straßen liegt nichts rum, obwohl aus Terrorangst praktisch kein einziger Mülleimer verfügbar ist. An Rolltreppen stellen sich alle hinten an und quetschen sich nicht von der Seite rein. Und das, obwohl eine Seite der Rolltreppe konsequent für die Wenigen freibleibt, die gehen und nicht stehen. Niemand raucht in der Öffentlichkeit, oder nur in ausgewiesenen Raucherecken. Die Busse und Züge in Japan sind permanent so außerordentlich pünktlich, dass man fast Angst bekommt. Und wenn es wirklich mal zu weiterlesen

Mr. Roboto

Ganz bewusst habe ich für diesen Beitrag nicht „Mr. Robot“ als Titel gewählt. Ich wollte schließlich keinen Copyright-Streit mit Amazon Video. Aber heute geht es nicht um den Schutz geistigen Eigentums, heute geht es um Roboter. Allerdings auch nicht um so Schweißroboter, wie sie bei Automobilherstellern in den Fabriken stehen. Es geht um uns Roboter. Um Sie und mich. Denn eher früher als später werden auch wir zu wandelnden Maschinen. Passenderweise lautet der Titel dieses Beitrags daher „Mr. Roboto“. Für den Song von Styx dürfte das Copyright nämlich – gefühlt zumindest – bald ausgelaufen sein. Man wird ja nicht jünger. weiterlesen

Achte auf Deine Worte

Ein Forscher berichtete letzte Woche auf einer Tagung, dass es immer weniger Computer mit Display und Tastatur geben wird. Die Spracheingabe wird immer wichtiger – und besser, sagte er. Und das wird unseren Umgang mit smarten Geräten, Computern und Smartphones ändern. Eine neue Angestellte soll ihm letztens sogar gesagt haben: „Was soll ich mit Tastatur und Maus? Ich rede mit meinem Computer.“ Für meine Generation, die sogar noch Stolz darauf ist, Computer nur mit Tastatur über „die Konsole“ bedienen zu können, ist das echt schwer zu verstehen. Und auf das „Verstehen“ kommt es bei der Spracheingabe besonders an. Die Sprachassistenten weiterlesen

Nur zu unserem Schutz!

Immer wieder mal berichte ich an dieser Stelle von Patenten, mit denen Firmen die Welt – oder ihre Umsätze – verbessern möchten. Erst im April zum Beispiel habe ich über eine Erfindung von Amazon berichtet. Der Versandriese hat sich für seine digitale Assistentin „Alexa“ die Möglichkeit schützen lassen, „Schlüsselbegriffe“ wie „ich mag“ mitzuhören und dann passende Werbung auszuspielen. Vielleicht erinnern Sie sich. So beängstigend das klingt, wer sich Alexa ins Wohnzimmer stellt, weiß, dass das Gerät permanent zuhört. Muss es ja auch, da es sonst den Startbefehl „Alexa“ nicht mitbekäme. Hinterhältig ist das also nicht. Unsere Freunde von Facebook hingegen, weiterlesen

Filter sind nur was für den Kaffee

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie stehen an der Supermarktkasse, legen Milch, Eier und Butter auf das Band und wenn Sie dran sind, reichen Sie der Kassiererin einen 10 Euro Schein. Anstatt Ihnen aber das Wechselgeld zu geben, werden Sie gefragt, wo Sie den Zehner herhaben. Ob der eventuell geklaut ist oder ob Sie den auch wirklich ehrlich verdient und versteuert haben. Vermutlich werden Sie „Ja“ sagen, natürlich haben Sie das. Der freundlichen Dame hinter der Kasse wird das aber nicht genügen. Sie will Beweise haben und checkt erst einmal die Seriennummer Ihres 10€-Scheins in irgendwelchen Listen. Listen mit weiterlesen