Cuisse de Grenouille

In Frankreich wurden ja schon immer komische Dinge gegessen. Für einen Pfropfen Schleim in Meerwasser (in Bayern hätte man „salziger Rotz“ gesagt) zahlt der Austernliebhaber mindestens 3€ das Stück. Da dem Franzosen auch Schnecken schmecken, wundert man sich selbst über Froschschenkel auf dem Teller nicht. Auch wenn das nicht jedermanns Sache ist, können wir froh sein, dass die Grande Nation so isst, wie sie ist. Denn ohne diese zuletzt erwähnte Speise gäbe es weder Handys noch Elektroautos. Aber Scherz beiseite. Die französische Küche war zwar auch schon 1780 über die Landesgrenzen hinweg bekannt und beliebt, aber der Italiener Luigi Galvani weiterlesen

Cuba LIBRA mit Zuckerberg

Facebook hat die Einführung einer eigenen Währung angekündigt, mit der man Waren und Dienstleistungen im Netz bezahlen kann. LIBRA, wie das digitale Geld heißt, könnte  den Banken das Fürchten lernen, wenn es 2020 kommt und von den Usern angenommen wird. Den Finanzpolitikern wird es jedenfalls einen Finger in die Wunde legen – Salz hinein streuen und dann umrühren. LIBRA wird eine digitale Währung, ähnlich wie es Bitcoin ist. Mit einem entscheidenden Unterschied. Der Wert eines Bitcoin hängt lediglich davon ab, wieviel andere bereit sind, für ein Bitcoin zu zahlen bzw Waren auszuhändigen. LIBRA soll, ähnlich einer echten Währung, jedoch durch weiterlesen

Sich in den Schlamm googeln

Die Sommerferien stehen an und jeder freut sich wegzukommen. Bloß … ganz so leicht ist das nicht. Schließlich ist man nicht alleine. Die Straßen sind verstopft und die Züge sind voll. Auch an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen reiben sich schwitzende Menschen in endlos langen Schlangen aneinander … sofern sie es überhaupt bis hierher schaffen. In Colorado, USA, hat es bei der Anfahrt zum Flughafen kürzlich ein Problem gegeben. Auf der Zufahrtstraße zum Airport von Denver, dem Peña Boulevard, gab es einen Unfall, weswegen es zu einem ziemlich dicken Stau gekommen ist. Natürlich sorgte das für wenig Freude bei den Fluggästen, weiterlesen

Hätten’s des g´sehen?

Schon in den Zeiten von faltbaren Landkarten und dicken, schweren Telefonbüchern hatte man einen unsichtbaren Gegner: Datendiebe! Nicht selten kam es vor, dass sich Firmen die Arbeit anderer unter den Nagel rissen, indem Sie einfach die mühsam gesammelten und akkurat zusammengetragen Daten duplizierten. Das waren Verlage, die einfach die Einträge der Gelben Seiten abtelefonierten, um diese Firmen auch für das eigene Branchenverzeichnis zu „begeistern“. Oder können Sie sich noch an die ersten elektronischen Telefonbücher auf CD erinnern? Es gab Fälle, da haben chinesische Arbeiter die Telefonbücher der Deutschen Telekom abgetippt. Diese erschienen dann von einem anderen Anbieter auf 3 CDs weiterlesen

Und wie heißen Sie?

Bei den allermeisten Diensten im Internet muss man sich anmelden. In der Regel kommen dabei User-ID und Passwort zum Zug. Über Passwörter habe ich ja oft genug geschrieben, daher geht es heute mal um die User-ID. Nach einer Studie verlangen fast 85% der Dienste keinen klassischen Anmeldenamen, sondern eine E-Mail-Adresse zur Identifikation des Accounts. Die User-ID entspricht also fast immer der E-Mail Adresse des Nutzers. Das hat Vorteile, denn sie ist garantiert eindeutig und gehört nur einer Person, die man darüber sogar kontaktieren kann. Selbst die Bestätigung der Anmeldedaten lässt sich so sehr einfach realisieren. Man denke da nur an weiterlesen

Alexa, fang den Mörder!

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die Verwertung von digitalen Spuren aus Smart Home Geräten zulassen. Das berichten diverse Medien unter Berufung auf das Redaktionsnetzwerke Deutschland. Demnach liegt offenbar ein Auftrag zur Erarbeitung einer entsprechenden Handlungsanweisung vor, wie das im Beamtendeutsch heißt. Was heißt das auf Normaldeutsch?  Das bedeutet, dass die Innenminister Daten und Informationen, die Alexa und Co speichern, zur Aufklärung von Kapitalverbrechen und zur Terrorabwehr nutzen wollen. Zu diesen Daten gehören auch Informationen aus Automobilen, die in privaten Autos anfallen. Neuere Autos wissen nämlich, wo sie wann waren, wie schnell sie gefahren sind und ob es dort weiterlesen

Hiergeblieben!

Dass Computerprogramme Fehler haben, ist ja leider nichts Neues. Schon zu meiner Anfangszeit als Entwickler gab es den Begriff des Bananenprodukts für „Software“, weil … Produkt reift beim Kunden. Tatsächlich ist es trotzdem immer wieder erstaunlich, dass es sogar nach einem simplen Update immer wieder zu Totalausfällen von Systemen kommt. So, wie neulich in den Niederlanden. In Holland werden, wie in vielen anderen Ländern auch, Fußfesseln eingesetzt, um Straftäter zu überwachen. Wie ich bei der Recherche zu diesem Beitrag gelernt habe, gibt es verschiedene Arten von Fußfesseln. Die einen müssen in permanentem Kontakt zu einer Basisstation stehen. Entfernt sich die weiterlesen

… und raus bist Du!

Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei ist zum Spielball der Politik geworden. Die USA haben Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt. Firmen drohen nun Strafen, wenn sie weiterhin Geschäfte mit Huawei machen. Erste Konsequenz: Huawei Smartphones dürfen zukünftig kein Android Betriebssystem mehr bekommen weil sich Google (denen Android „gehört“) an die Vorgaben des Präsidenten hält. Huawei wird das nicht aufhalten. Ich gehe davon aus, dass es neben Android und Apples iOS bald auch ein chinesisches Betriebssystem geben wird. Dies wird die Position der amerikanischen IT Firmen langfristig sogar schwächen. Die offizielle Erklärung für den Bann Huaweis ist so simpel wie weiterlesen

Viele kleine Helferlein

Beim Crowdfunding geht es darum, viele Menschen zu finden, die an eine Idee glauben, und sie mit einem kleinen Geldbetrag unterstützen. Nun habe ich von einer neuen Idee gehört, die ähnlich wie Crowdfunding funktioniert. Nur nicht weltweit, sondern in der Nachbarschaft. Und es geht auch nicht um Geld, es geht um Hilfe und um Essen. Eine Person braucht Hilfe, viele Menschen aus der Nachbarschaft können mit einem kleinen Beitrag helfen. Bei MealTrain kann man ein Inserat schalten, wenn man in Not geraten oder aktuell nicht so richtig einsatzfähig ist. Wer zum Beispiel nach einer OP Schwierigkeiten mit dem Kochen hat, weiterlesen

Kicken statt Wedeln

:-) Im Vorfeld der umstrittenen Urheberrechtsreform haben Kritiker immer wieder darauf hingewiesen, dass aufgrund der Menge an Bildern und Texten nur Algorithmen überprüfen könnten, ob eine Verletzung des Urheberrechts vorliegt. Und derartige Algorithmen liegen leider manchmal falsch. Insbesondere am Beispiel der (erlaubten) Satire wird das gerne festgemacht. Ein geschützter Text, der in einem bestimmten Kontext satirisch ist, ist zwar eine 1:1-Kopie, aber keine verbotene. Den Unterschied, obwohl nicht sichtbar, müsste der Algorithmus erkennen können – nur wie? Algorithmen irren sich eh andauernd. Twitter sperrte letztens den Account der SPD Politikerin Chebli, weil sie angeblich irreführende Informationen zur Europawahl twitterte. Das weiterlesen